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Totenmaske und ihre Geschichte

Eine Totenmaske ist die vom Gesicht eines Verstorbenen genommene
Abformung aus Gips, Wachs oder Spezialsilikonen, die gegenbenfalls in Bronze
oder Gips gegossen wird.

Die berühmtesten Gesichtsmasken sind zum einen die von Schliemann gefundene
in Gold getriebene, dem Antlitz des Agamemnon ( um 1500 v.Chr.) nachempfundene
Maske aus Mykene.
Zum anderen ist hier die Goldmaske des Tut-anch-Amun zu nennen, die Carter im
Inneren des Schachtelsarkophages vorfand.

Im Spätmittelalter wurden Totenmasken in erster Linie zur Herstellung
von Porträtplastiken verwendet

Die kulturgeschichtlich gewachsene alte Tradition der Abnahme von Totenmasken
entwickelt sich im 18.Jahrhundert zur eigenen Form der Bewahrung
des authentischen menschlichen Gesichtes.

Im19.Jahrhundert beginnt die Blütezeit der Totenmasken. Sie wurden Kultobjekte
des aufgeklärten Bügertums.
Als Zimmerdenkmale repräsentieren sie die geistige Verbundenheit mit den Dargestellten.
Indem man das Antlitz der Toten bewahrte, glaubt man die geistige Hinterlassenschaft
festzuhalten und an ihr teilhaben zu können.

In unserer Zeit ist die Totenmaske wieder in den Mittelpunkt der Trauerbewältigung
gerückt.

Totenmasken scheinen frei von Schmerz und Todeskampf, sie strahlen Ruhe und
Verklärtheit aus.
Man neigt zu der Interpretation, dass sich im Sterben Schmerz und Qual, Furcht und
Beklemmung in eine Befeiung von irdischer Last verflüchtigen.

Diesen tröstlichen Gedanken wollen wir mit dem Erhalt dieser Tradition gerne aufgreifen.

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